Helfen statt Blockieren

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Wissen in sieben Schritten

· Redaktion Helfen statt Blockieren

Von der Frage, was eine Blockade ist, bis zum Fall des Jahres. Jeder Schritt beginnt mit einem Leitartikel, der den Zusammenhang erzählt. Darunter stehen die Bausteine, die ihn belegen: Themenblätter, Daten, Karten, Artikel und das Magazin.

  • Leitartikelerzählen den Zusammenhang eines Schritts und führen zu den Belegen.
  • NachschlagenThemenblätter, Länderlagen, Weltkugel, Zeitreihe, EU-Zeitleiste, UN-Abstimmung und Stimmen, jede Zahl mit Quelle und Datum.
  • VertiefenKapitel, Artikel, Kurzstudie, Lagebilder für Firmen und das Magazin „Blockaden verstehen“.
  1. Was ist eine Blockade, und wer verhängt sie?

    Sanktion, Embargo, Blockade: was die Wörter meinen, wer sanktioniert und warum es seit 2018 so viel mehr geworden ist. 1950 waren 18 Sanktionsfälle in Kraft, 2023 waren es 615.

    LeitartikelWer blockiert wen, und warum es mehr wird
  2. Wen trifft sie?

    Eine Sperre wandert von der Norm über Bank, Versicherer und Lieferant bis in die Familie. Am Ende trifft sie Menschen, die nichts entschieden haben, im Zielland und auch hier.

    LeitartikelWie eine Blockade wirkt: vom Gesetz bis zur Familie
  3. Was kostet sie?

    Die Forschung findet Verluste im Zielland und im Land, das sanktioniert. Eine einzige Zahl für „die Kosten“ gibt es nicht; wer eine nennt, sollte seine Annahmen zeigen.

    LeitartikelWie eine Blockade wirkt: vom Gesetz bis zur Familie
  4. Was ist erlaubt?

    Lebensmittel, Medikamente und humanitäre Hilfe sind fast überall ausgenommen. Die EU schützt ihre Firmen seit 1996 vor bestimmten fremden Sanktionsgesetzen.

    LeitartikelErlaubt und trotzdem blockiert: der Kern des Problems
  5. Wie kommt Hilfe trotzdem an?

    Zwischen „erlaubt“ und „angekommen“ stehen Bedingungen, Banken, Lieferketten und Hürden im Zielland. Wo jemand die Prüfung leicht macht, kommt Hilfe an.

    LeitartikelErlaubt und trotzdem blockiert: der Kern des Problems
  6. Was kann jeder tun?

    Unternehmen, Banken, Verbände und jeder Einzelne haben Mittel, die das Recht heute schon hergibt: vom kostenlosen Helpdesk über das Basiskonto bis zur Spende an ein Hilfswerk.

    LeitartikelWas Unternehmen, Banken und jeder Einzelne tun können
  7. Die Woche 2026 als Fall: Kuba

    Kuba zeigt jeden Schritt: ein Embargo seit Anfang der 1960er Jahre, 2026 verschärft, und eine Führung, die eigene Hürden baut und politische Gefangene hält. Die Woche stellt beide Hälften nebeneinander.

    LeitartikelKuba 2026 als Fall: was die Woche zeigt

    Online-Workshops 16. bis 19. November, Kulturwoche in Berlin 20. bis 24. November 2026.

Diese Seiten sind Information, keine Rechtsberatung. Sie stellen die Sicht der verhängenden und der betroffenen Seite nebeneinander; „Helfen statt Blockieren“ ist überparteilich. Hinweise auf Fehler an info@aciel-martinez-poll.com.

Alle Themen auf einen Blick

Was Menschen brauchen und was Blockaden und Sanktionen berühren. Zwölf Themenblätter mit Ländern, belegten Beispielen und Gegenstimmen, dazu vier Hintergrundstücke.

Themenblätter

Medizin und Medikamente

Medikamente sind fast überall ausgenommen. Sie fehlen trotzdem, weil Zahlung, Ersatzteil oder Lieferant an anderer Stelle hängen.

69 %der Medikamente nach Angaben, die der UN-Sonderberichterstatterin in Kuba vorlagen, für die Bevölkerung nicht erreichbarQuelle 1

Ernährung und Landwirtschaft

Lebensmittel sind erlaubt, aber nicht überall finanzierbar. Dünger, Saatgut und Tierimpfstoffe hängen an denselben Zahlungswegen.

476,74Millionen US-Dollar Agrarausfuhren der USA nach Kuba im Jahr 2025, vor allem GeflügelQuelle 2

Energie und Strom

Ohne Brennstoff keine Pumpe, kein Kühlschrank, kein Krankenhaus. 2026 brach Kubas Stromnetz mehrfach landesweit zusammen.

18Stunden Stromausfall am Tag gab es nach Angaben an die UN-Sonderberichterstatterin in KubaQuelle 1

Wasser und Hygiene

Wasser braucht Pumpen, Chlor und Strom. Wo eines davon fehlt, kommt aus der Leitung nichts.

30Tage lagen nach Angaben an die UN-Sonderberichterstatterin in manchen Regionen Kubas zwischen zwei WasserlieferungenQuelle 1

Geld und Überweisungen

Das Geld der Familie kommt nicht an, das Konto des Vereins wird gekündigt. De-risking trifft auch Erlaubtes.

6,36 %kostet eine Überweisung im weltweiten Durchschnitt (Weltbank, Stand 18.8.2025; im vierten Quartal 2024: 6,26 %); Ziel der UN bis 2030 sind 3 ProzentQuelle 3

Handel und kleine Unternehmen

Große Firmen haben Rechtsabteilungen. Kleine Händler erfahren von einer Sperre, wenn die Zahlung zurückkommt.

10 %US-Anteil am Warenwert genügen seit 2019, damit eine Lieferung aus Europa nach Kuba eine US-Genehmigung brauchtQuelle 4

Bildung und Wissenschaft

Ein gesperrtes Konto bei einer Software, eine beendete Kooperation: Wissen hängt an Plattformen und Partnern.

320Online-Plattformen und Produkte sind nach Angaben an die UN-Sonderberichterstatterin für Nutzer in Kuba gesperrt, auch LernmaterialQuelle 1

Kultur und Reisen

Wer Kuba besucht hat, braucht für die USA ein Visum. Tourneen, Austausch und Familienbesuche hängen an Reiseregeln.

12Kategorien erlaubter Reisen nach Kuba kennt das US-Recht; Tourismus gehört nicht dazuQuelle 5

Verkehr und Ersatzteile

Ein Flugzeug ohne Ersatzteil steht. Ein Schiff, das Kuba anläuft, darf 180 Tage nicht in US-Häfen laden.

180Tage darf ein Schiff nach einem Handelsbesuch in Kuba keine US-Häfen zum Laden oder Löschen anlaufenQuelle 6

Kommunikation und Internet

Sanktionen sperren Plattformen von außen, Regierungen sperren Seiten von innen. Beides trifft dieselben Nutzer.

19/100Punkte gibt Freedom House dem Internet in Kuba 2026; Bewertung: nicht freiQuelle 7

Humanitäre Hilfe und Hilfsorganisationen

Seit 2022 gibt es eine allgemeine humanitäre Ausnahme der UN. Banken bleiben trotzdem vorsichtig.

2664ist die Resolution des UN-Sicherheitsrats vom 9.12.2022, die humanitäre Hilfe von den Vermögenssperren der UN ausnimmtQuelle 8

Migration als Folge

Wenn Strom, Medikamente und Einkommen fehlen, gehen Menschen. Wer geht, nennt mehr als einen Grund.

9,4 Mio.Einwohner hatte Kuba Ende 2025 nach der Statistikbehörde, ein Jahr zuvor 9,7 MillionenQuelle 9

Hintergrund

Wie viele Sanktionsregime es gibt

15Sanktionsregime des UN-SicherheitsratsQuelle 10
über 40Sanktionsregime der EU nach Angabe der Kommission (17.11.2025)Quelle 11
≈ 48Regime der EU nach der Übersicht des Auswärtigen Dienstes 2026, davon 28 thematischeQuelle 12

Zahlen mit dem Zusatz „nach Angaben“ stammen nicht aus eigener Messung der zitierten Stelle, sondern aus Informationen, die ihr vorgelegt wurden.

Diese Seite ist eine Information und keine Rechtsberatung. Sie berichtet, was Behörden, Gerichte, Regierungen und Organisationen beschließen und sagen; die Sicht der verhängenden und der betroffenen Seite steht nebeneinander. „Helfen statt Blockieren“ ist überparteilich. Hinweise auf Fehler an info@aciel-martinez-poll.com.

Quellen

  1. OHCHR, Sonderberichterstatterin Alena Douhan, Vorläufige Ergebnisse des Besuchs in Kuba, Erklärung zum Abschluss der Reise vom 11. bis 21.11.2025, 21.11.2025. Viele Zahlen dort mit dem Zusatz „reportedly“, also nach Angaben, die ihr vorgelegt wurden. https://www.ecoi.net/en/file/local/2133521/20251121-eom-stm-cuba-sr-negative-impact-unilateral-en.pdf
  2. US-Landwirtschaftsministerium, Foreign Agricultural Service, Länderseite Kuba, US-Agrarausfuhren, 3.11.2026. https://www.fas.usda.gov/regions/cuba
  3. Weltbank, Remittance Prices Worldwide, Startseite mit globalem Durchschnitt, Aktualisierung vom 18.8.2025, 18.8.2025. https://remittanceprices.worldbank.org/node/1
  4. Kelley Drye, „BIS tightens Cuba restrictions, lowers de minimis threshold to 10 percent (Federal Register Doc. 2019-22876)“, 21.10.2019. https://www.kelleydrye.com/viewpoints/blogs/trade-and-manufacturing-monitor/bis-tightens-cuba-restrictions-lowers-de-minimis-threshold-to-10-percent
  5. 31 CFR § 515.560, Fassung bei Cornell LII, „Travel-related transactions to, from, and within Cuba by persons subject to U.S. jurisdiction“, 3.11.2026. https://www.law.cornell.edu/cfr/text/31/515.560
  6. 31 CFR § 515.207, Fassung bei Cornell LII, „Entry of vessels engaged in trade with Cuba“, 3.11.2026. https://www.law.cornell.edu/cfr/text/31/515.207
  7. Freedom House, „Cuba: Freedom on the Net 2026“, 3.11.2026. https://freedomhouse.org/country/cuba/freedom-net/2026
  8. UN-Sicherheitsrat, Pressemitteilung SC/15134 (9214. Sitzung), Bericht über die Annahme der Resolution 2664 (2022), 9.12.2022. https://press.un.org/en/node/311942
  9. Arab News (AFP), nach Angaben der Statistikbehörde ONEI vom 21.7.2026, „Cuba’s population slide continued in 2025 to 9.4 mn“, 22.7.2026. https://www.arabnews.pk/node/2651891/world
  10. UN-Sicherheitsrat, Seite Sanctions, Liste der Sanktionsausschüsse, 3.11.2026. https://main.un.org/securitycouncil/en/sanctions/information
  11. Europäische Kommission, „What are sanctions (restrictive measures)“, 17.11.2025. https://finance.ec.europa.eu/eu-and-world/sanctions-restrictive-measures/overview-sanctions-and-related-resources_en
  12. Europäischer Auswärtiger Dienst, Übersicht EU restrictive measures 2026, 10.9.2026. Angabe dort: „≈48 sanctions regimes in place“, davon 28 thematische. Datum nach dem Dateinamen, im Dokument steht keins. https://www.eeas.europa.eu/sites/default/files/2026/documents/2026_9_10_restrictive_measures_2.pdf

Alle Online-Quellen abgerufen am 3. November 2026.

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